Soli-Küfa


Soli-KüFA zum dritten Jahrestag der BaWa-Räumung

🌳 Die Räumung und Rodung des besetzen Bahnhofswalds (BaWa) ist nun fast drei Jahre her. Zunächst marschierten private Sicherheitsfirmen von JaRa Immobilien in den BaWa ein, begannen mit Rodungen und riskierten so Menschenleben und schafften rechtswidrige Fakten. In den beiden Tagen darauf räumten drei Hundertschaften aus verschiedenen Bundesländern die Besetzer:innen aus den Baumhäusern und Traversen. Wir sind bis heute wütend über die Ungerechtigkeiten und Gewalt, die in diesen Tagen in Flensburg stattgefunden haben. Mit der Räumung wurden wieder einmal die Profitinteressen einiger weniger – in diesem Fall die Interessen von JaRa Immobilien, die auf dem Gelände ein Hotel mit Parkhaus bauen wollten, dessen Bau bis heute nicht begonnen hat, über das Wohlergehen von Menschen und Natur gestellt. So lange das so ist, werden wir weiter Widerstand leisten!

Wer Mitten in der eskalierenden Klimakrise Wälder für Hotels, Parkhäuser oder Schnellstraßen (wie zuletzt in der Leinemasch in Hannover) rodet, muss mit berechtigtem Widerstand rechnen. Trotzdem werden diejenigen, die sich für den Erhalt wertvoller Ökosysteme und Gerechtigkeit einsetzen, regelmäßig vom Staat kriminalisiert und müssen mit Repressionen rechnen. So auch in Flensburg: Hier laufen immer noch Verfahren gegen die Aktivist:innen aus dem BaWa. Während die Sicherheitskräfte, die bei der Räumung bewusst Menschenleben in Gefahr gebracht haben, keine Konsequenzen fürchten müssen, müssen diejenigen, die sich für den Erhalt des Waldes eingesetzt haben, Geldstrafen zahlen. Deswegen wollen wir mit den Spenden aus unserer KüFA die von Repressionen betroffenen Menschen unterstützen.

🍝 Weil wir auch nach drei Jahren noch wütend sind, weil wir uns aber auch nicht von Repressionen und Polizeigewalt kleinbekommen lassen, sondern uns weiter gegen das ausbeuterische System organisieren, wollen wir uns zum Jahrestag der Räumung treffen.

Wir wollen gemeinsam mit allen Interessierten und mit den BaWa- solidarischen Menschen essen, uns über den BaWa austauschen, Trauer, Wut und Hoffnung teilen und zeigen, dass wir nicht aufgeben! Der BaWa lebt!
📍Los geht’s am 20.02. ab 19 Uhr im AZ Hafermarkt (Heinrichstr. 8). Essen gibt’s gegen Spende und das gespendete Geld unterstützt die Repressionskosten des BaWa-Verfahrens.